Hundeschule und Mehr

Hundeschule und Mehr Hundeschule und Mehr in Köln-Weiden und Elsdorf Jede Spiel- und Trainingsstunde bietet immer wieder Neues und wir sind alle mit Spaß und Freude dabei. an.

Auch das Erlernen der Verhaltensweisen unseres Partners Hund kommt nicht zu kurz. Als gelernte Tierpsychologin biete ich Gruppenstunden, Agility, Longieren, Funtrailen uvm.

Mich stört massiv, wie im Hundetraining inzwischen mit Begriffen wie Bindung, Beziehung, Klarheit und Führung gearbeitet...
31/05/2026

Mich stört massiv, wie im Hundetraining inzwischen mit Begriffen wie Bindung, Beziehung, Klarheit und Führung gearbeitet wird. Das klingt nett, modern und irgendwie emotional intelligent. In Wirklichkeit wird damit aber viel zu oft nur ein altes Kontrollproblem hübsch verpackt.

Da wird Einschränkung plötzlich Beziehung genannt. Anpassung wird als Bindung verkauft. Gehorsam wird als Vertrauen umgedeutet. Und wenn der Hund gelernt hat, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, wird das auch noch als gelungene Mensch-Hund-Beziehung gefeiert.

Aber ein Hund, der funktioniert, ist nicht automatisch sicher gebunden. Ein Hund, der sich ständig am Menschen orientiert, ist nicht automatisch entspannt. Ein Hund, der nicht widerspricht, vertraut nicht automatisch. Vielleicht hat er einfach gelernt, dass seine Kommunikation ohnehin übergangen wird.

Besonders kritisch finde ich dieses romantisierte „ohne Leckerchen“. Als wäre Training ohne Futter automatisch ehrlicher, tiefer oder beziehungsorientierter. Dabei wird oft nur die sichtbare Belohnung weggelassen, während sozialer Druck, Einschränkung, Frust und Abhängigkeit weiterhin wirken. Nur nennt man es dann nicht mehr Training, sondern Beziehung.

Für mich ist das keine moderne Hundearbeit, sondern alter Wein in neuen Worten. Früher hieß es Dominanz, Rangordnung oder Unterordnung. Heute heißt es Beziehung, Klarheit und Führung. Der Hund soll am Ende trotzdem vor allem eines: sich anpassen.

Echte Bindung erkennt man nicht daran, wie gut ein Hund sich einschränken lässt. Echte Bindung erkennt man daran, dass ein Hund sich sicher genug fühlt, zu kommunizieren, auch wenn es unbequem ist. Dass er Nein sagen darf. Dass seine Bedürfnisse nicht sofort als Respektlosigkeit, Sturheit oder mangelnde Führung interpretiert werden.

Solange Beziehung im Hundetraining bedeutet, dass der Hund immer mehr Rücksicht auf den Menschen nehmen muss als umgekehrt, reden wir nicht über Bindung. Dann reden wir über Kontrolle mit schönerem Etikett.

Du hast es in der Hand.

Entscheide mit Verstand.

Im Sinne deines Hundes.





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„Räume verwalten“ klingt fachlich, ist aber wissenschaftlich kein sauber belegtes Trainingsprinzip.

In der Verhaltensbiologie würde man eher von Distanzverhalten, Ressourcensicherung, Konfliktvermeidung, Stressregulation, Lernerfahrung und Sicherheitsbedürfnis sprechen.

Wenn ein Hund Raum einnimmt, blockiert, ausweicht oder einen Platz verteidigt, ist das nicht automatisch „Dominanz“ oder „Führung übernehmen“. Es kann Ausdruck von Unsicherheit, Überforderung, Ressourcenwert, Schmerz, Lerngeschichte oder fehlender Vorhersehbarkeit sein.

Problematisch wird es, wenn daraus wieder eine Machtgeschichte gemacht wird: Der Mensch müsse den Hund körperlich begrenzen, damit er „seinen Platz kennt“.

Das wirkt oft schnell, weil Verhalten gehemmt wird. Aber gehemmtes Verhalten ist nicht automatisch emotionales Wohlbefinden.

Fachlich sinnvoller ist die Frage:
Welche Funktion hat dieses Verhalten für diesen Hund — und wie kann ich Sicherheit schaffen, ohne Druck und Strafe?

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