Mensch-Hund-I

Mensch-Hund-I Ich arbeite da, wo andere an ihre Grenzen kommen. Aggression - Angst - Jagdverhalten
Christina Plagge, Hundetrainer, Dipl. Betriebswirtin, zert. Coach, zert.

Logotherapeutin, Mehrhundehaltung, Problemhunde.

09/05/2026

Hier seht ihr Felia. Frisch ein Jahr alt, mitten in der Pubertät und nach mehreren begleiteten Jagden der festen Überzeugung, dass Wald und Feld inzwischen offiziell ihr Eigentum sind. 😄

Vor den Jagden konnte ich sie wirklich aus schwierigen Situationen zurückrufen. Der Rückruf saß. Auch unter großer Ablenkung.

Und dann kam plötzlich dieses:„Ja nee… ich gucke hier erstmal selber weiter. Vielleicht komme ich später.“ 😂

Ganz ehrlich? Genau DAS passiert häufig, wenn Hunde erfolgreiche Selbstbelohnung erleben. Vor allem jagdlich motivierte Hunde lernen extrem schnell:👉 Draußen passieren richtig gute Dinge.👉 Und Frauchen ist manchmal deutlich uninteressanter als Wildgeruch, Waldkino und Selbstständigkeit.

Also bauen wir den Rückruf eben neu auf. Ohne Drama. Ohne Ego-Krieg. Aber klar, konsequent und erstmal abgesichert über die Schleppleine, damit Rückruf nicht wieder zur freiwilligen Diskussionsgrundlage wird. 😄

Und genau darum geht’s im Training oft: Nicht beleidigt sein, wenn etwas plötzlich nicht mehr funktioniert. Sondern verstehen, WARUM es nicht mehr funktioniert — und sauber neu aufbauen.

Und ja…Pubertät ist manchmal wirklich ein kleines Ar*****ch. 😂

Wer kennt’s? Welcher Rückruf wurde bei euch plötzlich „kreativ interpretiert“, sobald die Pubertät oder Jagdleidenschaft eingesetzt hat? 😄

Manchmal sind es keine großen Worte.Keine perfekten Vorher-Nachher-Geschichten.Sondern Menschen, die bereit sind hinzusc...
09/05/2026

Manchmal sind es keine großen Worte.
Keine perfekten Vorher-Nachher-Geschichten.

Sondern Menschen, die bereit sind hinzuschauen, zu lernen, dranzubleiben und Verantwortung zu übernehmen.

Genau daraus entsteht Veränderung. ❤️🐾

Solche Nachrichten bedeuten mir mehr als jede Werbung. Danke für euer Vertrauen.

07/05/2026

Leinenführigkeit wird oft dargestellt wie ein unnötiger Trick.
Als würde Orientierung am Menschen den Hund einschränken.

Dabei passiert häufig genau das Gegenteil.

Viele Hunde werden draußen nicht ruhiger, weil sie „mehr Freiheit“ bekommen – sondern weil endlich Klarheit entsteht.

Ein Hund, der permanent zieht, scannt, kontrolliert und reagiert, ist oft nicht frei.
Er ist schlicht dauerhaft im Außen.

Ruhig neben einem Menschen laufen zu können bedeutet nicht Unterdrückung.
Es bedeutet häufig:

👉 weniger Stress
👉 weniger Verantwortung
👉 mehr Orientierung
👉 mehr gemeinsames Unterwegssein

Und ja: Impulskontrolle ist wichtig.
Nicht für perfekte Hunde.
Sondern für alltagstaugliche.

Schreib mal ehrlich in die Kommentare:
Was ist für dich echte Leinenführigkeit?

27/04/2026

Können Kühe fliegen?
Natürlich nicht.

Genauso wenig verschwindet Jagdverhalten, nur weil wir „Nein“ sagen oder am Rückruf feilen.

Anti-Jagd-Training beginnt nicht mit Kontrolle.
Es beginnt mit Verstehen.

Warum Hetzen, Starren, Fixieren oft viel früher anfangen, als viele sehen – und warum Training nicht gegen Instinkt arbeitet, sondern mit ihm – darüber habe ich einen neuen Blogartikel geschrieben.

Spoiler:
Anti-Jagd-Training ist weit mehr als Schleppleine und Rückruf.

👉 Kennst du einen Hund, der draußen sofort im Jagdmodus ist?

Den Artikel findest du auf meiner Website. Ich bin gespannt, was du dazu sagst.
https://www.mensch-hundi.de/anti-jagd-training-jagdhund.php



18/04/2026

"Das ist doch natürliches Verhalten."

Ja. Ist es.

Aber weißt du, was auch natürlich ist? Jagen. Pöbeln. Grenzen ignorieren.

Und trotzdem erwarten wir im Alltag, dass Hunde sich anpassen.

Warum also hier plötzlich nicht mehr?

Erziehung bedeutet, dass sein Hund nicht alles auslebt, was er könnte.

Nicht, weil er muss. Sondern: weil du führst!

Wenn dein Hund entscheidet, statt sich an dir zu orientieren:

schreib mir.

17/04/2026

"Das sind Hormone."
"Da kann man nichts machen."

Doch. Kann man.

Und wenn du ehrlich bist, weißt du das auch.

Viele Hunde entscheiden in solchen Momenten einfach selbst. Nicht weil Sie müssen.

Sondern weil sie dürfen.

Das Problem ist nicht der Trieb.
Das Problem ist, dass niemand führt.

Ein klares Nein.
Ein klarer Rahmen.
Und die Situation ist geklärt.

Ohne Schrein.
Ohne Gewalt.
Ohne Chaos.

Was denkst du:
Hormone - oder Erziehung,

Wenn dein Hund in solchen Momenten komplett übernimmt-
schreib mir.

08/04/2026

Das ist der Unterschied.

Zwischen:
"Ich muss meinen Hund kontrollieren"

Und
"Mein Hund hat sich im Griff"

Frustrationstoleranz ist nichts Nettes nebenbei.
Das ist die Grundlage.

Und die baust du nicht auf,
wenn der Hund schon mitten im Problem steckt.

Sondern ganz am Anfang.

31/03/2026

Wenn du genau hinschaust, siehst du es sofort.

Die sind nicht entspannt. Da ist Spannung, da ist Bewegung im Kopf.
Und trotzdem laufen sie bei mir.

Mit Maulkorb.
Mit Reizen.
Mit Themen.

Warum?

Weil sie gelernt haben es auszuhalten: Thema Akzeptanz

Nicht weil sie es lieben, sondern weil sie wissen: Ich übernehme das.

Und genau das fehlt vielen.

Nicht die Technik. Nicht das Training.

Sondern die Klarheit.

☝️ Wo kippt dein Hund sofort, wenn es unangenehm wird?

29/03/2026

Du gehst raus und eigentlich weißt du schon, wie es läuft.

Dein Hund zieht.
Du hältst dagegen.

Und am Ende seid ihr beide angespannt.
Viele denken dann: "Ich muss mehr üben.“

Mehr Kommandos.
Mehr Training.

Aber ganz ehrlich?

👉 Das ist nicht das Problem.

Dein Hund zieht nicht, weil er „stur“ ist.
Er zieht, weil er gelernt hat:
👉 Es funktioniert.

Und solange sich daran nichts ändert,
bleibt genau dieses Muster bestehen.

Leinenführigkeit hat weniger mit Technik zu tun,
als die meisten denken.

👉 Und viel mehr damit,
ob dein Hund sich an dir orientiert.

Wie ist es bei euch – gehst du mit deinem Hund oder geht er mit dir? 🐾

08/11/2025

Gebrauchshunde – einst gezüchtet, um zu leisten, zu arbeiten, zu denken und zu handeln – stehen heute in einer Welt, die ihre ursprüngliche Bestimmung kaum noch kennt. Über Generationen hinweg wurden sie selektiert, um Härte, Widerstandsfähigkeit, Konzentration und Arbeitsmoral zu verkörpern. Doch im Jahr 2025 sollen sie plötzlich „einfach Hund sein dürfen“ – ohne Aufgabe, ohne Ziel, ohne die Möglichkeit, ihre tief verankerten Anlagen auszuleben. Was für eine Farce.

Wenn genetisch fixierte Triebe und Bedürfnisse nicht adäquat befriedigt werden, kollabiert das System Hund. Und genau das passiert – täglich, sichtbar, real.

Der Australian Shepherd, der sich seinen eigenen Job schafft, weil ihm niemand eine sinnvolle Aufgabe gibt.
Der Labrador, der aus purer Überforderung den Kompost leert, weil seine Grundbedürfnisse ignoriert werden.
Der Rottweiler, der in sich hinein explodiert, Aggression nach hinten richtet, wenn die Welt nicht so funktioniert, wie er es braucht.
Der Schäferhund, der schreit, bellt, erstickt an seiner Überforderung, weil sein Kopf nie zur Ruhe kommt.
Der Border Collie, der wie ein Getriebener alles und jeden hütet, weil selbst eine Therapiehundeausbildung seine genetische Energie nicht auffangen kann.
Der Jagdhund, der sich die Pfoten wund leckt, sich selbst verletzt, nur um überhaupt wieder etwas zu fühlen.
Der Malinois, der bei jedem kleinsten Reiz hochfährt, die Zähne aufeinander schlägt – ein Nervenbündel im Dauerstress. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen.

Diese Hunde sind keine „Problemfälle“. Sie sind Produkte einer Zucht, die auf Leistung ausgelegt war – und einer Gesellschaft, die vergessen hat, was das bedeutet. Übersteigerte Aggressivität, Hautprobleme, Unverträglichkeiten, extremes Sexualverhalten, wahlloses Fressen, Selbstverstümmelung – all das sind Symptome eines tieferliegenden Problems: der Entfremdung von der eigenen Natur.

Gebrauchshunde brauchen keine Mitleidspädagogik, sondern Verständnis, Struktur und Aufgaben, die ihre Anlagen ernst nehmen. Sie brauchen Menschen, die ihre genetische Wahrheit sehen – nicht solche, die sie in Watte packen. Nur dann können sie wirklich „Hund sein“ – nicht als Karikatur ihrer selbst, sondern als das, wofür sie geschaffen wurden.

31/10/2025

Danke für die schöne Zeit mit euch!
Heute ging sie zu Ende, die KTS-Reihe 2025 und sie wird definitiv auch bei mir in sehr guter Erinnerung bleiben.
In 7 intensiven Fortbildungswochen lag der kompetente Umgang mit schwierigen Hunden (und manchmal auch Menschen) im Vordergrund und dabei hattet ihr bis zuletzt eine ganze Menge an Eindrücken in Theorie und Praxis zu verarbeiten. Es wurde gelacht und auch geweint, es gab Überraschungen, Glücksmomente und auch Enttäuschungen. Alles, was eben zu unserem Leben gehört😉.
Es ist sehr schön, das Zusammenwachsen einer Menschen-Gruppe von Fortbildungswoche zu Fortbildungswoche quasi zu spüren und im Ergebnis daraus resultierende Freundschaften erkennen zu können.

Euer „Abschiedsgeschenk“ hat mich sehr positiv berührt; die Überraschung war euch deutlich gelungen😊.
Die 12-fache Ausfertigung eurer Überraschung musste letztlich auch unbedingt bildlich festgehalten werden.
Ich danke euch für die tolle Zeit und damit auch für das überaus harmonische Miteinander.
Bis bald mal wieder!
Thomas

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