16/11/2025
Tricksen Teil 2:
Den Anfang hat Lucy gemacht. So aufgedreht wie sie sonst immer ist, so vorsichtig ist sie, wenn es um etwas Neues geht. Hier soll sie mit ihrer Nase den Gegenstand berühren. Simpel, trotzdem ist es für sie eine Denksportaufgabe. Die Wiederholungen helfen ihr das Konzept zu verstehen. Denn für sie macht es einen Unterschied, wie hoch ich den Gegenstand halte. Sie probiert sich aus und kommt so zum Erfolg. Als ich den Gegenstand auf den Boden lege, versteht sie ihre Aufgabe nicht mehr. Ich lasse ihr ein wenig Zeit, doch dieser Schritt war ein zu großer für sie, also nehme ich den Gegenstand wieder zu mir zurück auf die Hand. Das ist kein Rückschritt, sondern zeigt mir lediglich, dass ich zu schnell fortgeschritten bin.
Mich freut es zu sehen, wie oft sie bei mir nachfragt. Ich gebe ihr kleine Tipps, indem ich zum Beispiel den Gegenstand anschaue. Sie soll aber von selbst darauf kommen. So etwas fördert ihr Selbstbewusstsein. Ihre Körperhaltung ist zu Anfang anders als zum Schluss der Übung. Zu Beginn kam ihre zögerliche Seite deutlich zum Vorschein. Am Ende sitzt sie aufrecht mit geschwellter Brust und schaut mir klar in die Augen.
Kuro bekommt man im Hintergrund mit. Für ihn heißt es immer noch Ruhe halten. Dies fällt ihm schwerer, ab dem Zeitpunkt, wo Lucy Leckerlis bekommt. Wenn ich Kuro auf seinen Platz zurückschicke, lernt Lucy zusätzlich noch zu unterscheiden zwischen meiner Ansprache an Kuro und meiner Ansprache an sie.
Die Übung ist extra kurz gehalten, denn vor allem Lucy hat in dieser kurzen Zeit schon einiges zu tun und daraufhin zu verarbeiten.