28/04/2026
Zwei große, kräftige Hunde. Lieb, pöbelig und unbeholfen. Keine bis wenig Sozialkontakte möglich, da sie nicht sehr gut beim Anblick von Artgenossen reagieren. Starkes Ziehen an der Leine, lautstarkes Bellen und Puls auf Anschlag. Solche Hunde kannst du nicht einfach ableinen und aufeinander zudonnern lassen. Es war immer schon sehr schwer den Energielevel der beiden im unteren Bereich zu halten. Beide Hunde hatten aber noch etwas gemeinsam, nämlich Frust. Sie wollten Sozialkontakte, sie wollten zu dem anderen Hunden hin. Aber bittet ihr jemanden zum Kaffee reinzukommen, wenn er euch schon vom Parkplatz aus anschreit DAS ER JETZT SOFORT EINEN KAFFEE WILL?
Ich denke nicht.
Das Problem war auch, finde mal Spielpartner für so einen kräftigen Hund, wenn du teils nur 15 Kilo Hunde im Training hast. Zumal ich fast ausschließlich Hunde mit Leinenaggression und Hundebegegnungsprobleme trainiere. Die Auswahl nicht groß, Fremde Hunde, die ich nicht kannte, kamen nicht in Frage.
Beim ersten Mal letztes Jahr, musste ich auch abbrechen. Einer der beiden Hunde war definitiv nicht so weit. Der Frust hatte sich zu schnell noch in Aggression gezeigt. Es folgten Einzeltrainings, Vertrauensarbeit und ganz viel Ruhe. Aus "Ich zieh meine Besitzer von A nach B und bin dauergestresst" , wurden "stressfreie Bummelspaziergänge".
Dann war es so weit. Langsames Heranführen, bedacht, aber auch nicht mit zu langer Wartezeit und im sicheren Rahmen auf meinem Gelände und vorerst mit Maulkorb. Den Maulkorb konnten wir später noch abnehmen.
Aber hey, seht selbst 😉❤️🤘
Hundetraining Prinz