06/08/2026
(mh) Wir hatten in der Vergangenheit ja bereits den einen oder anderen Einsatz aufgrund von entlaufenen Tieren. An einen bockigen Pferdeanhänger können wir uns in jüngster Zeit nicht erinnern.
Heute Morgen stellte sich die Situation auf der B1 aber genauso dar. Ein Anhänger mit Pferden stand auf der Bundesstraße in Richtung Paderborn-Wewer im Ausfahrtsbereich zum Industriegebiet Balhorner Feld und bewegte sich nicht mehr vor und zurück. Darin befanden sich vier Pferde, die wir natürlich sofort befragten. „Wissen wir auch nicht. Man muss es ja auch mal so sehen, wir haben Termine und jetzt steht der hier herum“, war die durchaus verärgerte Antwort, die wir von ihnen erhielten. Wie uns die Halterinnen mitteilten, war man eigentlich auf dem Weg zu einem Turnier nach Salzkotten.
Die Nachfrage, ob die Pferde den Anhänger vielleicht durch lautes Klopfen oder Wiehern verärgert hätten, wurde natürlich umgehend verneint. Tja, die Situation konnte so natürlich nicht bleiben. Also wurde ein zweiter Anhänger organisiert und zu einer sicheren Stelle beordert. Dorthin sollten die Pferde begleitet und umgeladen werden.
Der anfängliche Frust der vier Tiere löste sich, ob der nun entstehenden Aufmerksamkeit schnell in Begeisterung auf. Wann hatte man das schon einmal, dass eine Bundesstraße kurzfristig durch die Polizei gesperrt wird, weil man selbst von einem Fahrzeug in das andere schreitet.
Wir haben trotzdem dafür gesorgt, dass sie den Moment nicht zu lange auskosteten und jeden Selfie-Wunsch der Tiere abgelehnt. Irgendwann musst es ja auch mal weitergehen. Die Aktion ist soweit gut gelaufen, alle Tiere haben den Umzug unbeschadet überstanden und die B1 war in Richtung Wewer nach kurzer Zeit wieder befahrbar.
Und die Pferde haben jetzt eine Geschichte für die lauen Abende am Lagerfeuer. Nur den Anhänger, den hat noch keiner nach seiner Meinung gefragt. Ist vielleicht auch besser so. Technische Probleme an der Luftfederung wünscht man halt keinem.