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Ich glaub, das wird meine neue Visitenkarte 🤔🤪
31/10/2026

Ich glaub, das wird meine neue Visitenkarte 🤔🤪

In der klassischen Ausbildung wird nicht selten verlangt, dass das Pferd einen angstauslösenden Reiz (z. B. eine blaue P...
30/10/2026

In der klassischen Ausbildung wird nicht selten verlangt, dass das Pferd einen angstauslösenden Reiz (z. B. eine blaue Plane) einfach „erduldet“ oder gar ignoriert. Das Pferd ist dann zwar gehorsam (durch Desensibilisierung), aber wir lassen dafür nach und nach seine Neugier entschwinden.

Wenn wir hingegen Neugierde wecken wollen, verschieben wir den Fokus: Der unheimliche Gegenstand ist kein Hindernis, das unbedingt überwunden werden muss, sondern eine Art Rätsel, das gelöst werden DARF.
* Der Raum des Zweifels: Zwischen dem ersten Erschrecken und der eventuellen anschliessenden Flucht liegt ein winziges Zeitfenster, wo das Pferd zögert. Genau in diesem Moment entscheidet das Pferd: Fliehe ich oder schaue ich es mir an? Unsere Aufgabe ist es, diesen Raum des Zögerns sicher zu machen, damit das Pferd sich gegen die Flucht entscheidet.
* Das Prinzip der Freiwilligkeit: Neugierde lässt sich nicht erzwingen. Sobald ein Pferd das Gefühl hat, zu einem Gegenstand hingezogen oder getrieben zu werden, schaltet das Gehirn von „Erkundung“ (Aktivität des präfrontalen Cortex) auf „Überleben“ (Aktivität der Amygdala) um.

Neugierde zu fördern bedeutet, dem Pferd zuzugestehen, eine eigene Meinung über seine Umwelt zu haben. Ein neugieriges Pferd ist vielleicht im ersten Moment expressiver oder hinterfragt sogar Dinge, aber es ist langfristig auch das psychisch stabilere und verlässlichere Pferd.

Inkl. 10 Ausrufezeichen…!
30/10/2026

Inkl. 10 Ausrufezeichen…!

Wie falsch in weiten Teilen das System der Pferdeausbildung in der Praxis ist, zeigt sich schon daran, dass häufig die belächelt werden, die vorsichtig vorgehen in der Ausbildung und sich im Zweifel für das Pferd mehr Zeit lassen als zu wenig.

Worauf es mir eigentlich beim Reiten ankommt?Nicht auf irgendwelche Lektionen oder große und schnelle Bewegungen. Nein, ...
29/10/2026

Worauf es mir eigentlich beim Reiten ankommt?

Nicht auf irgendwelche Lektionen oder große und schnelle Bewegungen.

Nein, mir persönlich kommt es primär darauf an, dass das Pferd uns zufrieden tragen kann. Also gleichmäßig mit dem Reitergewicht auf dem Rücken in allen Gangarten laufen kann. Sich nicht von uns gestört fühlt, sondern die Verbindung zu uns sucht.

Alles andere entsteht dann daraus.

Apropos Demut:Die größte Hürde auf dem Weg zu echter Harmonie mit dem Pferd ist immer unser eigenes Ego. Das Ego will Re...
28/10/2026

Apropos Demut:

Die größte Hürde auf dem Weg zu echter Harmonie mit dem Pferd ist immer unser eigenes Ego. Das Ego will Recht haben. Es will schnell ans Ziel. Es will, dass es „gut aussieht“.
Demut hingegen hat Zeit. Sie besitzt die Geduld, auf das Pferd zu warten. Sie akzeptiert, dass Entwicklung nicht linear verläuft und dass Rückschritte keine Niederlagen sind. Wer demütig reitet, feiert nicht die eigene Dominanz, sondern die leisen Momente der Verständigung – das feine Ohrenspiel, die wachen Augen, das willige Nachgeben.
Reiten lernt man nicht, um das Pferd zu beherrschen. Man lernt es, um sich selbst zu beherrschen! Die Reiterei ist im Grunde eine lebenslange Schule der Selbsterkenntnis. Und die wichtigste Lektion, die uns unsere Pferde lehren können, ist, wie wir unser Ego abstreifen, um Platz zu machen für etwas viel Grösseres: Bedingungslosen Respekt vor dem Leben des anderen.

Isometrisches Training beim Pferd beschreibt eine Form des Krafttrainings, bei der die Muskulatur unter Spannung gehalte...
27/10/2026

Isometrisches Training beim Pferd beschreibt eine Form des Krafttrainings, bei der die Muskulatur unter Spannung gehalten wird, ohne dass sich die Länge des Muskels oder der Winkel der Gelenke ändert (also keine sichtbare Bewegung).

Vorteile

• Gelenkschonend: Ideal in der Reha, da kaum Stoß- oder Scherbelastungen auf die Gelenke wirken.
• Tiefenmuskulatur: Aktiviert gezielt tiefe Stabilisatoren und die Rumpfmuskulatur.
• Muskelatrophie vorbeugen: Hilft, Muskelabbau zu bremsen, wenn das Pferd noch nicht oder nur eingeschränkt geritten werden darf.
• Balance und Koordination: Verbessert das Körpergefühl und die Statik.

☝️ Die verschiedenen Positionen werden 3-5x wiederholt und jeweils 5-15 Sekunden gehalten.

✅ Bitte führe das Isometrische Training nicht ohne Vorkenntnisse und/oder eine versierte Fachperson durch.

26/10/2026
Wer die moderne Reiterwelt betrachtet, begegnet oft einem Paradoxon: Wir sprechen von Harmonie, doch wir messen Erfolg i...
25/10/2026

Wer die moderne Reiterwelt betrachtet, begegnet oft einem Paradoxon: Wir sprechen von Harmonie, doch wir messen Erfolg in Schleifen. Wir sprechen von Partnerschaft, doch wir verlangen Unterwerfung. In einer Zeit, die von Optimierung, Leistung und Sichtbarkeit geprägt ist, droht die wertvollste Tugend der Reiterei verloren zu gehen: Die Demut.
Demut wird in unserer Gesellschaft fälschlicherweise oft mit Schwäche oder mangelndem Selbstbewusstsein gleichgesetzt. Bei den Pferden jedoch ist Demut kein Zeichen von Schwäche, sondern die höchste Form der inneren Stärke (ja, darin können wir uns ein Leben lang üben!). Sie ist das Fundament, auf dem echte Reitkunst überhaupt erst entstehen kann.

Die Philosophie der Demut beginnt für mich mit einer einfachen, aber sehr radikalen Erkenntnis: Das Pferd schuldet uns nichts.
Es hat sich diesen Sport nicht ausgesucht. Es kennt keinen Ehrgeiz, keinen Kontostand und keine Ausbildertitel. Wenn wir uns einem Pferd nähern – einem Fluchttier, das uns an Kraft und Schnelligkeit um ein Vielfaches überlegen ist –, bitten wir es, seine Natur für uns zu vergessen. Das ist ein Privileg, das wir uns jeden Tag neu verdienen müssen.
Wer diese Wahrheit verinnerlicht, kann nicht mehr hochmütig sein. Er begreift, dass der Reiter immer der Bittsteller ist, niemals der Herrscher.

Bei der gezielten Ansteuerung einzelner Hufe über eine Stange handelt es sich um eine der effektivsten Koordinations- un...
23/10/2026

Bei der gezielten Ansteuerung einzelner Hufe über eine Stange handelt es sich um eine der effektivsten Koordinations- und Achtsamkeitsübungen in der Stangenarbeit. Sie zwingt Mensch und Pferd dazu, das Tempo komplett herauszunehmen, die eigene Körperwahrnehmung (Propriozeption) zu schärfen und jeden Huftritt isoliert und bewusst zu setzen.

Diese Form des Trainings wird idealerweise in der Bodenarbeit gestartet. Sie eignet sich hervorragend, um die Trittsicherheit zu fördern, junge Pferde an Hindernisse heranzuführen oder „Schlurfikandidaten“ zu aktivieren, die sonst unachtsam über Stangen stolpern.

Und da nun der Winter kommt und die Böden auf den Reitplätzen nicht gerade besser werden: Eine Stange hat man schnell auf- und abgebaut und im worst case kann man das sogar am Putzplatz oder im Stallgang üben 😇.

☝️: Das ist nichts, was man eine halbe Stunde lang trainiert. Vor allem zu Beginn oder bei wirklichen Stangenneulingen reichen ein paar wenige Minuten.

Zum Glück tut dieser Kater nun auch mal was für sein Futter 😅🤓. Er ist jetzt als Trainerassistent tätig und arbeitet als...
23/10/2026

Zum Glück tut dieser Kater nun auch mal was für sein Futter 😅🤓. Er ist jetzt als Trainerassistent tätig und arbeitet als Erklärbär… ähh -kater☝️.

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Harzerhof 1
Hitzkirch
6289

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Montag 08:00 - 20:00
Dienstag 08:00 - 20:00
Mittwoch 08:00 - 20:00
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