28/08/2026
Der Sturm von heute liess unseren Notruf heiss laufen. 🚨
Es schien, als fielen die Greifvögel reihenweise vom Himmel. 🦅
Leider können wir nicht immer jedes Tier retten. Beim ersten Greifvogel mussten wir bereits während der Hinfahrt abbrechen, da der Anrufer sein Ableben meldete, während wir zu ihm unterwegs waren. Beim zweiten Greifvogel kamen wir zu spät- er verstarb kurz vor unserem Eintreffen.
Als knapp eine Stunde später der dritte Greifvogel-Notruf einging, waren wir dementsprechend deprimiert, zumal auf der Strecke der Gubriststau war und der Melder am Telefon regelmässig meinte, jetzt sei er verstorben. Um im nächsten Satz zu erwähnen, dass er doch noch atmet. Wir wussten, auch hier zählt jede Minute und im Unwissen, ob wir es rechtzeitig zu ihm schaffen, düsten wir los. Respektive mit 40 Km/h... schneller liess es der Stau nicht zu. Kaum war der Stau aufgelöst, kamen wir ins Unwetter. Und wieder konnten wir kaum schneller als 40 fahren...
Bei unserem Eintreffen stellten wir erleichtert fest- er lebt noch! ❤️
Der Einsatzort in Neerach wies eine Verwüstung auf, die auch uns schockierte. Riesige umgestürzte Bäume, dicke Äste, eingestürzte Hausdächer... 😳
Doch der Rotmilan lebte! Platschnass, als hätten wir ihn aus dem See gefischt,wurde er sorgsam in trockene, wärmende Tücher verpackt und in die Greifvogelstation in Berg am Irchel gefahren. Dort wird er nun professionell aufgepäppelt, bis er wieder in die Freiheit zurück darf. ❤️
Schlimmer hatte es einen anderen Greifvogel erwischt, der kurz nach uns dort eintraf- ein wunderschöner, seltener Fischadler! Dieser wies einen offenen Bruch auf- sein Überleben ist ungewiss. 😥
Doch wir waren glücklich. Es war nur einen von dreien, den wir retten konnten. Doch genau dieser Eine ist es jeweils, der uns die Kraft gibt, auch über die anderen hinwegzukommen, bei denen wir es nicht geschafft hatten. Genau dieser Eine ist es, der uns Kraft, Mut und Zuversicht für den nächsten Notruf gibt! ❤️🦅