Mensch-Hund-Coaching

Mensch-Hund-Coaching Meine Berufung ist es, Menschen zu schulen, ihre Hunde zu führen und Vertrauen aufzubauen

Kaum öffne ich Facebook, springen sie mich schon an. All die Posts mit immer dem gleichen Text "Schweren Herzens.....", ...
24/05/2026

Kaum öffne ich Facebook, springen sie mich schon an. All die Posts mit immer dem gleichen Text "Schweren Herzens.....", "Es fällt mir nicht leicht, aber......" usw. usw. Ich kanns echt nicht mehr lesen. Meist sind Gebrauchshunderassen wie der Malinois, der Australien Shepherd o.ä. betroffen und meistens sind sie zwischen 6 und 18 Monaten. Leute, hört doch einfach auf, Euch einen Hund ins Haus zu holen, der überhaupt nicht zu Eurem Leben passt. Nur weil er schön aussieht oder geile Videos dieser Hunde im Netz zu finden sind. Hinter einem gut ausgebildeten Gebrauchshund steckt viel Arbeit, Schweiss und manchmal auch Tränen. Das geht nicht einfach so nebenher.
Gebrauchshunderassen sind anders, anspruchsvoller, meist charakterstark und arbeitswütig. Sie brauchen geistige und körperliche Auslastung und nicht nur 10 Minuten Ballspielen und 20 Minuten Gassirunde im Park. Gebrauchshunde brauchen Arbeit auf dem Hundeplatz wie z.B. Schutzhundesport (IPG), Mondioring, Treibball, Hoopers, Agility, Obedience. Das sind alles Trainings, die viel Zeit in Anspruch nehmen und exaktes und regelmässiges Arbeiten erfordern. Das geht nicht einfach im Vorbeilaufen.
Es gibt so viele tolle Hunderassen, die nicht so anspruchsvoll sind. Sucht Euch doch da etwas tolles aus und arbeitet mit dem Hund ein wenig. Diese Hunde sind mit weniger zufrieden und können als Familienhunde glücklich werden. Gebrauchshunde brauchen mehr und es treibt mir jedesmal Tränen der Wut und Enttäuschung in die Augen über kopflose Hundekäufe.

Bild KI-generiert

Ist zwar eine deutsche Reportage, gilt aber auch für CH. Sehr interessant und auch traurig
19/05/2026

Ist zwar eine deutsche Reportage, gilt aber auch für CH. Sehr interessant und auch traurig

Immer öfter geraten Tierhalter:innen an ihre finanziellen Grenzen: Seit der Reform der Gebührenordnung für Tierärzt:innen 2022 steigen die Kosten rasant. Operationen, Behandlungen, selbst Routineeingriffe können plötzlich ein Vielfaches kosten. Eine SWR/ARD-Recherche zeigt: Hinter den steigend...

Du möchtest Schülern, Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigungen zukünftig etwas Freude in den Alltag bringen?https:/...
19/05/2026

Du möchtest Schülern, Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigungen zukünftig etwas Freude in den Alltag bringen?
https://www.besuchshunde.ch

Ja, Hundeerziehung wird oft romantisiert — besonders in sozialen Medien, Werbung und manchen Trainings-Communities.Die V...
18/05/2026

Ja, Hundeerziehung wird oft romantisiert — besonders in sozialen Medien, Werbung und manchen Trainings-Communities.

Die Vorstellung, dass gute Erziehung nur eine Frage von Liebe oder „richtiger Energie“ sei. Vorher-Nachher-Videos ohne Kontext über Stress, Rückschritte oder monatelange Arbeit.
Aussagen wie „ein Hund muss nicht erzogen, sondern mit Liebe und Verständnis geführt werden". Dabei werden individuelle Bedürnisse, Genetik, Ängste und Grenzen völlig ausser Acht gelassen.

In Wirklichkeit ist Hundeerziehung oft:
repetitiv, inkonsequent, abhängig vom Alltag des Menschen,
stark von Rasse, Alter und Vorgeschichte beeinflusst und manchmal schlicht anstrengend.

Besonders romantisiert wird manchmal auch das Bild der extrem engen Mensch-Hund-Bindung — als würde ein Hund von sich aus die emotionale Leere, Einsamkeit und/oder Strukturprobleme des Menschen einfach so lösen können. Für manche Menschen stimmt das teilweise, aber ein Hund bringt genauso Verantwortung, Einschränkungen und Stress mit sich. Wenn also der Mensch schwach und strukturlos ist, kann der Hund sich nicht an ihm orientieren und wird zusehends unsicherer.

Arbeitet man als Hundetrainer zwischendurch leicht aversiv, weil man mal eine Grenze durchsetzen will, wird man direkt in der Luft zerrissen und als Tierquäler dargestellt. Ganz egal mit was für Hunden man arbeitet, es muss immer lieb, harmonisch und friedlich zugehen. Die Realität ist aber eine andere. Gerade auf dem Gebiet der Gebrauchshunderassen (Schäfer-, Jagd- und Hütehunde z.B.) sind konsequentes Arbeiten und klare Grenzen setzen unbedingt notwendig. Dabei muss selbstverständlich die individuelle Disposition des jeweiligen Hundes angeschaut werden, damit die Intensität des Trainings (Intensität heisst nicht Härte, sondern Genauigkeit) angepasst werden kann.

Viele Menschen sagen auch, dass sie keinen Roboter aus ihrem Hund machen wollen. Das finde ich auch sehr wichtig und gut, allerdings ist es m.E. notwendig, dass ich mich auf meinen vierbeinigen Kameraden und seinen Gehorsam jederzeit und in jeder Situation verlassen kann. Freiheit kann ich nur gewähren, wenn ich vollestes Vertrauen haben kann. Vertrauen kann ich nur haben, wenn der Hund einen guten Gehorsam hat.

Eine gute Hundeerziehung ist sehr erfüllend und vereinfacht den Alltag sehr — nur eben meist nicht so mühelos oder ästhetisch, wie sie dargestellt wird.

17/05/2026
Du möchtest Dir einen Hund kaufen. Ich berate Dich gerne objektiv und unabhängig
06/05/2026

Du möchtest Dir einen Hund kaufen. Ich berate Dich gerne objektiv und unabhängig

Information vor dem Hundekauf. Der Kauf eines Hundes ist ein grosses Projekt und bedarf vielen Abklärungen, Informationsbeschaffung und Hintergrundwissen. Er sollte nie spontan aus einer Laune heraus oder aus Mitleid geschehen.

06/05/2026

Dein Hund ist hibbelig. Draussen zerrt er an der Leine und will überall hin. Zuhause stalkt er Dich dauern, so dass Du weder alleine aufs Klo, noch in die Küche oder in ein anderes Zimmer gehen kannst ohne dass Dich Dein Hund begleitet.

Du kannst jetzt an der Leinenführigkeit arbeiten und sämtliche Methoden durchprobieren. Nichts wird helfen, das garantiere ich Dir. Weder positives Training mit Stehenbleiben, Warten und das Umorientieren zu Dir belohnen, noch irgendwelche aversiven Methoden mit Rappeldose, Wasser usw. Zudem machst Du zuhause Deckentraining, damit der Hund zur Ruhe kommt. Leider wird Dein Hund aber wie ein gespannter Pfeilbogen auf seinem Platz liegen und Dich weiter beobachten. Bei der nächsten Gelegenheit schiesst er auf und verfolgt Dich wieder.

Woran kann das liegen? Sehr oft an einer starken Reizempfänglichkeit. Solange die Reize auf Deinen Hund unkontrolliert einprassen, wird sich an Eurer Situation nichts ändern. Nun kommt der grosse Irrglaube vieler Hundehalter: Der Hund muss kopfmässig mehr ausgelastet werden und braucht vielleicht auch mehr Bewegung. Nein, was Dein Hund nun braucht, ist eine reizarme Umgebung während mehreren Stunden täglich. Aufenthalt in einem ruhigen Raum, wenn möglich zusammen mit Dir. Spaziergänge nur in ruhiger Umgebung mit vielen Pausen, wo er einfach nur schauen und verarbeiten kann. Bei Spaziergängen hilft solchen Hunden das Sprichwort: Der Weg ist das Ziel. Anstatt eine fixe Runde zu gehen, gehst Du nur solange, wie Dein Hund sich konzentrieren kann. Dann gibts wieder eine Pause, umdrehen und gemütlich nachhause gehen.

Dann gibt es auch mal einen Spaziergang in belebterer Umgebung. Aber nicht zu weit, sondern auch immer wieder Pausen zum beobachten und verarbeiten einlegen.

Wichtig sind auch mal Toberunden, wo sich der Hund mal richtig auspowern kann. Aber danach ist wieder einige Tage Ruheprogramm.

Es hilft Deinem Hund, sich an Dir orientieren zu können und wirklich in die Ruhe zu kommen.

PS: bei meiner Hündin reicht bereits der Robotersauger. Sie knabbert an sich und ist sichtlich unruhig. Nach ein paar Minuten stell ich das Ding weg und es ist wieder Ruhe für heute

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