30/08/2026
Vielleicht kennst du das: Eigentlich passiert gerade gar nichts Besonderes und trotzdem ist dein Hund schon wieder überall gleichzeitig. Ein Geräusch, eine Bewegung, ein neuer Geruch, irgendwo verändert sich etwas – zack zack, schon registriert.
Und du bist automatisch mit auf Empfang, beobachtest mit, denkst voraus und versuchst, die Welt ein bisschen leichter für euch zu machen. Das kann für euch beide ganz schön anstrengend sein.
Und nur weil wir von außen nicht jedes Mal eine große Reaktion sehen, heißt das nicht, dass da nichts passiert. All diese kleinen Reize müssen trotzdem irgendwie eingeordnet und verarbeitet werden.
Genau deshalb schaue ich bei sensiblen Mensch-Hund-Teams so gerne erst mal darauf, wie viel eigentlich ohnehin schon im System los ist, bevor wir noch mehr Training, Beschäftigung oder neue Herausforderungen draufpacken.
RESET bedeutet für mich dann oft zuerst:
▫ einordnen, was gerade eigentlich belastet
▫ Reize reduzieren, wo es möglich ist
▫ mehr Pausen und bekannte Abläufe einbauen
▫ Trainingsschritte kleiner machen
▫ Sicherheit und Vorhersagbarkeit erhöhen
▫ das Nervensystem erst mal wieder ein Stück stabilisieren
Nicht, weil sensible Mensch-Hund-Teams weniger können oder weniger erleben sollen. Sondern weil nicht jedes Nervensystem die Welt gleich verarbeitet.
Und manchmal braucht es einfach eine andere Dosierung, damit wieder mehr möglich wird.