24/08/2026
RUHE IST NICHT AUTOMATISCH ENTSPANNUNG.
Frustrationstoleranz ist wichtig.
Ein Hund muss lernen dürfen, dass nicht jeder Wunsch sofort erfüllt wird, dass er warten muss und dass manches eben gerade nicht geht.
Aber: Frusttraining bedeutet nicht, einen Hund mit seiner Überforderung allein zu lassen.
Ich sehe immer wieder Hunde, die angebunden werden, während ihre Menschen einige Meter entfernt stehen. Der Hund fiept, bellt, springt in die Leine, sucht Kontakt und Unterstützung – und irgendwann wird er ruhig.
Aber hat er sich wirklich reguliert?
Oder hat er einfach gelernt, dass ihm niemand hilft?
Ein Hund, der still wird, ist nicht automatisch entspannt. Er kann auch erschöpft, überfordert oder schlicht hilflos sein.
Gutes Frusttraining beginnt deshalb nicht erst beim erwachsenen Hund am Baum. Es beginnt viel früher – in kleinen, bewältigbaren Situationen. Mit Grenzen, ja. Mit Frust, ja. Aber auch mit Orientierung und Support.
Und auch wenn dein Hund schon erwachsen ist,kann er Frust lernen, aber immer in kleinen Schritten und mit deinem Support.
Frustrationstoleranz entsteht nicht dadurch, dass ein Hund „da durch muss“.
Sie entsteht dadurch, dass er lernen darf, Frust auszuhalten, ohne dabei den Boden unter den Pfoten zu verlieren.