Hund Hoch Drei

Hund Hoch Drei Betreuung, Pflege und Training

01/06/2025

Vom Verhätscheln werden Hunde nicht aggressiv

Heute unterhielt ich mich mit einer Frau, die mir erzählte, dass ihr Partner den Hund immer sehr verhätschelt hat und wie ein Mensch behandelt hat. Sie dagegen hat den Hund erzogen, so dass der Hund auch mal die Ohren angelegt hat, denn so müsse es sein.

Muss es das wirklich? Definitiv nein!

Meine Hunde werden verhätschelt, sie dürfen auf dem Sofa liegen und auch im Bett schlafen. Sie bekommen auch mal etwas von meinem Essen ab, sie bekommen Geschenke und sind meine Babys. Alle meine Hunde bekommen viel Aufmerksamkeit, dürfen mitentscheiden, was wir wann tun.

Das Zaubermittel für einen "erzogenen" Hund ist weder Strenge noch "Respekt", sondern eine Mischung aus Bedürfnisbefriedigung des jeweiligen Hundes wie nach Mäuschen gucken und auch mal buddeln dürfen, wenn es passt. Freilauf oder lange Schleppleine, genügend freundlichen Sozialkontakt (wenn es der Hund möchte), Spaziergänge in einer passenden Umgebung für den Hund, schnüffeln und trödeln, Leckerliesuche und passende Beschäftigung.

Und dem Beibringen von passenden Strategien in den für den Hund schwierigen Situationen. Diese Strategien sollte jeder Hund lernen dürfen über Motivation. Genau, die vielen Leckerlies und dazu gern auch Spielzeug und verbales Lob. Je nach Situation und Hund können das unterschiedliche Strategien sein. In meinen Augen ist es das, was jedem Hund hilft mit seiner Umwelt besser klar zu kommen. Auch dabei geht es wieder um die Bedürfnisse des einzelnen Hundes.

Meine Hunde werden in jeder Situation "verhätschelt". Sie werden freundlich behandelt, sie werden geliebt, auch, wenn sie mal bellen oder in die Leine rennen. Auch in schwierigen Situationen! Denn in diesen Situationen ist es noch wichtiger als auf dem Sofa, dass wir freundlich bleiben und dem Hund passende Strategien signalisieren.

Übrigens: Es sollte nur der Hund verhätschelt werden, der es auch mag. Odie gehört dazu, der mag sehr gern auf dem Sofa gekrabbelt werden, zugedeckt werden und mag auch gern mal einen Teller ablecken.

Trainieren statt dominieren

18/04/2025
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21/03/2025

Morgen geht’s los: „Fellpflege leicht gemacht“ – dein Ticket für stressfreie Pflege-Sessions!

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Mely von und ich freuen uns riesig auf euch und darauf, unser Wissen mit euch zu teilen! 🤓

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03/03/2025

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Ich könnte es nicht treffender formulieren. Vielen Dank für deine Worte 🙏🏽
19/12/2024

Ich könnte es nicht treffender formulieren. Vielen Dank für deine Worte 🙏🏽

🤔 BIN ICH RADIKAL UND IDEOLOGISCH? 🤔

Ich stehe für den Umgang (nicht nur Training) mit Hund, der auf Basis positiver Verstärkung beruht, das ist nichts Neues. Das bedeutet automatisch auch, dass ich den Einsatz aversiver Maßnahmen ablehne. Gewalt, Unterdrucksetzung, Hemmung, Ängstigung und Bedrohung kommen in meinen Interaktionen mit ALLEN Hunden nicht vor. Auch das ist nichts Neues.

Trotzdem oder gerade deswegen entstehen immer wieder Diskussionen unter bestimmten Beiträgen, ob diese „radikale“ Einstellung die Gräben nicht noch tiefer werden lassen würde. Immer wieder wird angeführt, dass es doch nicht nur schwarz und weiß gäbe, dass man doch auf allen Seiten etwas herausziehen könne, man müsse nur „offen“ bleiben.

Hört sich gut an. Doch wie kann ich offenbleiben, wenn mir jemand erzählt, dass er einen groben Umgang bzw. positive Strafe (das Hinzufügen von ängstigenden Reizen) einsetzt, um seinen Hund von etwas abzuhalten, obwohl ich weiß, welche Nebenwirkungen positive Strafe hat und vor allem weiß, dass ich sie wirklich nicht brauche, wenn ich einen Hund von bestimmten Verhalten abhalten will oder muss. WIE soll ich da offenbleiben? Ich frage ehrlich. Soll ich, nur um es anderen recht zu machen, einfach mal draufhauen? Herumrucken? Anschreien? Piksen? Angst machen? Blockieren? Oder nur mal böse gucken?

Ich bin offen. Solange Hunde respektvoll, fair und liebevoll behandelt werden. Solange keine veralteten Mythen und Ammenmärchen einen groben Umgang rechtfertigen. Ich lerne gerne von anderen, denn selbstverständlich gibt es noch viel, das ich nicht weiß.
Eine Ausbilderin sagte mal: „Es gibt 1000 Wege zum Ziel. 500 davon sind tierschutzrelevant, die anderen 500 sollte man kennen.“ Genau so. Für die ersten 500 Wege aber kann und will ich niemals offen sein.

Und das bedeutet natürlich automatisch auch, dass meine Beiträge kritisch sein müssen. Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen, die nach Lösungen suchen, zu sensibilisieren, ihnen bewusst zu machen, wo die Fußfallen lauern. Fakten benennen, Vor- und Nachteile aufzeigen, Gefahren erläutern, Wege zum Erfolg aufzeigen. Ich werde niemals müde werden, nachvollziehbare Erklärungen zu liefern und aufzuklären. DAS sehe ich als meine Aufgaben. Gräben überwinden? Nicht um jeden Preis. Denn der Graben beginnt dort, wo aversive Maßnahmen eingesetzt werden.

Wer das „ideologisch“ oder „radikal“ nennen möchte: Ok. Ich nenne es ethisch. Ein bisschen Haue geht für mich eben nicht, da geht eben nur schwarz oder weiß.

13/09/2024
13/09/2024
13/09/2024

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